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Alle Umgebungsvariablen anzeigen

30. November 2010

Wenn man die Umgebungsvariablen anzeigen möchte, dann öffnet man normalerweise die Systemeigenschaften und drückt im Reiter “Erweitert” auf den Button “Umgebungsvariablen…”. In diesem Fenster werden die Variablen aufgelistet. Das sind aber nicht alle Umgebungsvariablen, die im System vorhanden sind.

Um alle anzeigen zu können, drückt man die Tastenkombination “Win-Taste + R”, um das Ausführen-Fenster zu öffnen. In der Eingabeleiste schreibt man drei Buchstaben und zwar: cmd

Nach dem Drücken der Enter-Taste erscheint die Eingabeaufforderung von Windows. In dieser Konsole können Befehle und Programme ausgeführt werden, die im Fenster ausgegeben werden. Um nun alle Umgebungsvariablen ausgeben zu können, schreibt man ebenfalls drei Buchstaben: set

Mit Hilfe dieser Funktion können folgende Vorgänge durchgeführt werden:

  • Alle Umgebungsvariablen anzeigen
  • Umgebungsvariable erstellen
  • Umgebungsvariable entfernen

Da wir aber alle Variablen ausgeben möchten, benötigen wir keinen Parameter. Einfach das Wort “set” eingeben und anschließend die Enter-Taste drücken. Nun werden alle Umgebungsvariablen in diesem Fenster ausgegeben. Um den Inhalt dieses Fensters zu kopieren, gibt es zwei Möglichkeiten:

  • Manuelles Markieren und Kopieren
  • Inhalt als Datei speichern

Manuelles Markieren und Kopieren:

Diese Variante ist etwas umständlich, weil man den Inhalt in dieser Konsole manuell markieren und kopieren muss. Dabei kann passieren, dass du deine Variablen nicht vollständig markiert hast. Aber wenn du es trotzdem so machen möchtest, gehst du zuerst ins Programmmenü, indem du auf das Eingabeaufforderung-Icon klickst, und wählst im Kontextmenü unter “Bearbeiten” die Menüoption “Markieren” aus:

Nun kannst du mit deiner Maus den Text markieren. Wenn du alles markiert hast, gehst du erneut ins Programmmenü und wählst diesmal “Kopieren” aus. Anschließend kannst du dein kopierten Text in einer Datei abspeichern.

Inhalt als Datei speichern:

Man kann das Kopieren auch einfacher machen und zwar mit der Erstellung einer Batch-Datei. Du öffnest am besten das Editor-Programm “Notepad”, in dem du auf “Start”, “Alle Programme” und “Zubehör” und anschließend auf “Editor” klickst. Im Editor-Fenster schreibst du folgendes:

set > Datei.txt

Falls du dich fragst, was diese Code-Zeile genau macht, hier eine kleine Erklärung: “set” ist wie gesagt dazu da, um alle Umgebungsvariablen anzuzeigen. Das Zeichen “>” ist ein Umleitungsoperator. Das heißt, dass der Inhalt nicht in der Konsole ausgegeben wird, sondern der Inhalt wird in einer Datei abgespeichert. Und “Datei.txt” ist einfach die Zieldatei. Wenn du die Code-Zeile eingefügt hast, dann gehe ins Menü “Datei” und wähle “Speichern” aus. Wähle für deine Batch-Datei einen Speicherort aus und gib einen Namen ein. Bevor du auf “Speichern” klickst, schreibe noch “.cmd” dahinter, so dass deine Datei mit der Eingabeaufforderung ausgeführt werden kann, und wähle bei “Datentyp” die Option “Alle Dateien (*.*)” aus:

Anschließend kannst du nun auf “Speichern” klicken. In deinem Ordner, in dem du deine Datei gespeichert hast, kannst du einfach deine Batch-Datei mit einem Doppelklick starten. Du wirst feststellen, dass die Konsole nur kurz geöffnet wurde. Aber keine Panik, das war Absicht. Wenn man den Ordnerinhalt anschaut, wirst du sehen, dass eine neue Datei namens “Datei.txt” erstellt wurde. Diese kannst du öffnen und du hast nun eine Liste aller Umgebungsvariable in einer Datei, die du jederzeit aufrufen kannst.

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